Spitzenwissenschaftler enthüllt Die schockierenden letzten Worte, die Menschen hören, während das Herz aufhört zu schlagen
Die letzten Worte, die viele Menschen hören, können die traumatischsten sein, weil das Gehirn nach dem Stillstand des Herzens aktiv bleibt. Dr. Sam Parnia, der Direktor für Intensivpflege und Reanimationsforschung am NYU Langone School of Medicine in New York, hat nicht nur erforscht, was im Gehirn passiert, wenn man stirbt, sondern auch mit Patienten gesprochen, die Nahtoderfahrungen überlebten. Die Forschung zeigte, dass Menschen, die klinisch tot waren – deren Herz aufgehört hat zu schlagen – später wiederbelebt wurden und Gespräche sowie Ereignisse in ihrem Zimmer mit bemerkenswerter Genauigkeit beschrieben. Der Grund, warum Ärzte den Todeszeitpunkt oft am Herzstillstand festmachen, ist der Moment, in dem die Blutzufuhr zum Gehirn stoppt. Parnia sagte in einer Stellungnahme: „Obwohl Ärzte lange davon ausgegangen sind, dass das Gehirn etwa 10 Minuten nach dem Stillstand der Sauerstoffzufuhr dauerhaft Schaden nimmt, hat unsere Arbeit gezeigt, dass das Gehirn Anzeichen elektrischer Erholung auch lange in der laufenden CPR zeigen kann.“
In This Article:
AWARE-II Studie – Was passiert im Gehirn während eines Herzstillstands?
Parnias Team untersuchte, was während eines kardiogenen Arrests im Gehirn passiert. Die Studie wurde an 25 Krankenhäusern in den USA und im Vereinigten Königreich durchgeführt. Forscher überwachten die Patienten in Echtzeit mit EEGs, maßen den Sauerstoffgehalt im Gehirn und führten Interviews mit Überlebenden darüber, was sie während der als klinisch tot bezeichneten Phase erinnerten. Von 2017 bis 2020 untersuchten sie 567 Personen, die während eines Krankenhaus-Herzstillstands eine CPR erhielten, um sie aus dem Tod zurückzuholen. Aus den Beobachtungen ging hervor, dass etwa jeder fünfte Überlebende klare, traumähnliche Erfahrungen während des Todes berichtete, wie das Abspalten vom eigenen Körper, das Sehen von Ereignissen im Raum oder Lebensrückblicke, die vor ihrem inneren Auge ablaufen. Außerdem zeigte die Studie in der Fachzeitschrift Resuscitation Spitzen in den Gehirnwellen – Gamma-, Alpha- und Beta-Wellen, die mit Denken, Gedächtnis und Bewusstsein verbunden sind – die 35 bis 60 Minuten nach dem Herzstillstand auftreten. Wenn der Blutfluss zum Gehirn aufhört, verlieren die Gehirnzellen zwar Sauerstoff, doch statt still zu werden, können sie für kurze Zeit starke Signale auslösen und neue Verbindungen knüpfen. Diese Aktivität wird als hyper-alert Zustand beschrieben, möglicherweise erklärt sie, warum manche Menschen auch während der Stillstandserfahrung weiter hören konnten.
Gehirnwellen zeigen Erholung während der CPR
Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Gehirn während der CPR wieder aufwachen kann – in einer Weise, die dem normalen Denken ähnelt – und dass der Patient trotz des Stillstands weiterhin hört, was um ihn herum gesprochen wird. Gamma-, Alpha- und Beta-Wellen, die mit Denken, Gedächtnis und Bewusstsein verbunden sind, traten 35 bis 60 Minuten nach dem Stillstand auf. Die Befunde legen nahe, dass das Gehirn kurzfristig in einen hyper-alert Zustand versetzt wird, der erklären könnte, warum manche Menschen in dieser Phase weiterhin hören.
Traumähnliche Erfahrungen der Überlebenden
Etwa jeder fünfte Überlebende berichtete klare, traumähnliche Erfahrungen während ihres Todes. Dazu gehörten das Gefühl, sich vom eigenen Körper loszulösen, das Sehen von Ereignissen im Raum und Erinnerungen an das eigene Leben, die vor dem inneren Auge vorbeiziehen. Die Berichte deuten darauf hin, dass Überlebende während des Todes Bewusstseinsinhalte erleben, die sie später detailliert schildern.
Disinhibition des Gehirns – Zugang zum gesamten Bewusstsein
„Wenn das Gehirn herunterfährt, aufgrund eines Mangels an Blutfluss im Tod, werden die normalen Bremssysteme im Gehirn entfernt, bekannt als Disinhibition“, erklärte Parnia im Jahr 2023. „Dies befähigt Menschen, Zugang zu ihrem gesamten Bewusstsein zu bekommen. Alle ihre Gedanken, Erinnerungen, alle emotionalen Zustände, alles, was sie jemals getan haben, das sie durch die Perspektive von Moral und Ethik wiedererleben.“ Außerdem erklärt er, dass dieser Energieausbruch im Gehirn es den Menschen ermöglicht, alles in ihrem Geist gleichzeitig zu erfassen.
Implikationen für Pflege, Organspende und neue Therapien
Diese Erkenntnisse eröffnen neue Bereiche der Patientenversorgung. Sie könnten Ärzten helfen, neue Wege zu entwickeln, das Herz während der CPR neu zu starten oder Gehirnverletzungen während eines kardiopulmonalen Stillstands zu verhindern. Zum Beispiel könnten bessere Techniken oder Medikamente das Gehirn während der CPR schützen. Die Ergebnisse könnten auch Auswirkungen auf die Organspende haben, da das Verständnis darüber, wie lange das Gehirn wirklich lebt, Entscheidungen darüber beeinflussen könnte, Organe zu früh zu entnehmen.