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Bitcoin stürzt ab – Panik, Verluste und der Mythos vom digitalen Gold zerbricht

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Bitcoins brutaler Absturz vertiefte sich am Donnerstag, als der Kurs unter 67.000 Dollar fiel, Vermögen auslöschte und Behauptungen, es sei ‚digitales Gold‘, zerschmetterte. Die weltweit größte Kryptowährung hat nun fast die Hälfte an Wert verloren, seit sie Anfang Oktober knapp über 126.000 Dollar erreicht hatte, und lässt zahlreiche Kleinanleger mit schweren Verlusten zurück.

Bitcoin stürzt ab – Panik, Verluste und der Mythos vom digitalen Gold zerbricht

Bitcoin fällt unter 70.000 Dollar – ein neues Tief seit November 2024

Bitcoin rutschte am Donnerstag bis auf $67.675 ab, den niedrigsten Stand seit November 2024, nachdem es unter die $70.000-Marke gefallen war und eine weitere Verkaufswelle auslöste. Der Token ist in dieser Woche um 20 Prozent gefallen und liegt 47 Prozent unter seinem Höchststand vor nur vier Monaten. „Dieses stetige Abverkaufen signalisiert unserer Ansicht nach, dass traditionelle Investoren das Interesse verlieren und die allgemeine Pessimismus gegenüber crypto wächst“, sagte Marion Laboure, Analystin bei der Deutschen Bank, am Mittwoch in einer Mitteilung an Kunden.

Bitcoin fällt unter 70.000 Dollar – ein neues Tief seit November 2024

Strategy und MicroStrategy – Großbesitz von Bitcoin belastet das Unternehmen

Eine der am stärksten exponierten Firmen ist Strategy, geführt von Crypto‑Evangelist Michael Saylor. Ehemals bekannt als MicroStrategy, hat das Unternehmen in den vergangenen fünf Jahren fast 713.000 Token angehäuft. Michael Saylor spricht über Kryptowährungen auf der Conservative Political Action Conference in National Harbor, Maryland, im Februar 2025. Sein Unternehmen Strategy ist seitdem stark von Bitcoins jüngstem Crash betroffen, und die riesigen Krypto-Bestände stehen nun im Verlust. Das Unternehmen zahlte durchschnittlich rund $76.000 pro Coin – etwa 13 Prozent höher als der heutige Preis von rund $67.000 – was bedeutet, dass der enorme Bitcoin-Bestand nun Verluste statt Gewinne verzeichnet. Infolgedessen ist Strategy’s eigener Aktienkurs in den letzten fünf Tagen um rund 20 Prozent gefallen, während der Bitcoin-Verkauf an Intensität zugenommen hat.

Strategy und MicroStrategy – Großbesitz von Bitcoin belastet das Unternehmen

Bitcoin versus Gold und Aktien – das veränderte Verhältnis zum Risiko

Bitcoin wurde einst als sicherer Ort zum Parken von Geld in Inflationsangst und globaler Turbulenz gepriesen – ähnlich wie Gold. Dieses Versprechen hat sich nicht gehalten. Stattdessen bewegt sich die Kryptowährung meist in die gleiche Richtung wie risikoreiche Vermögenswerte: Steigt der Markt, steigt Bitcoin; fällt der Markt, fällt Bitcoin. Über die letzten 12 Monate ist Bitcoin – trotz Wertanstiegen im Sommer und Herbst – um fast 29 Prozent gefallen, Google Finance zeigt. Strategy liegt in diesem Zeitraum um enorm 67 Prozent im Minus. Gold hingegen legte im gleichen Zeitraum um 69 Prozent zu, während der breitere US-Aktienmarkt weiter kletterte und der S&P 500 um knapp 13 Prozent zulegte.

Bitcoin versus Gold und Aktien – das veränderte Verhältnis zum Risiko

Andere Kryptowährungen geraten ebenfalls unter Druck

Auch Ether fällt weiter: 23 Prozent Rücksetzer in dieser Woche – der stärkste Wochenverlust seit Ende 2022. Solana rutschte auf $88,42 am Donnerstag, nahe einem zweijährigen Tiefstand und fällt in dieser Woche um 24 Prozent. Bitcoin‑Preis heute, Donnerstag, 5. Februar, ist um weitere 8 Prozent gesunken.

Andere Kryptowährungen geraten ebenfalls unter Druck

Psychologische Schwelle – $70.000 als Nervenprobe der Trader

Viele Beobachter sahen in der Marke von $70.000 eine entscheidende psychologische Unterstützung. Wenn Preise diese Stufe erreichen, kaufen Trader oft, um weitere Verluste zu stoppen – doch diese Unterstützung ist nun gebrochen. James Butterfill, Leiter der Forschung bei CoinShares, warnte: „$70,000 is shaping up as a key psychological level,“ und fügte hinzu, dass „if we fail to hold it, a move toward the $60,000 to $65,000 range becomes quite likely.“

Psychologische Schwelle – $70.000 als Nervenprobe der Trader

Automatisches Ausverkaufen und milliardenschwere Verluste

Ein weiterer Faktor, der die Abwärtsbewegung antreibt, ist der erzwungene Verkauf. Wenn Bitcoin bestimmte Preisniveaus erreicht, verkaufen Handelsplattformen Positionen automatisch, um Verluste zu begrenzen, was die Preise weiter nach unten treiben kann. Mehr als $2 Milliarden Wert an Krypto‑W Bets wurden diese Woche allein ausgelöscht, laut Coinglass.

Automatisches Ausverkaufen und milliardenschwere Verluste

Institutionelle Anleger ziehen sich zurück – Nettoseller statt Käufer

Große Fonds, Banken und professionelle Vermögensverwalter, die das Geld anderer Leute verwalten – darunter Pensions- und Rentenkonten – gelten heute nicht mehr als Unterstützer von Bitcoin. „Institutional demand has reversed materially,“ heißt es in einem Bericht von CryptoQuant am Mittwoch. US-Bitcoin‑ETFs, die im letzten Jahr rund 46.000 Bitcoin kauften, haben 2026 Nettverkäufer status, wie der Bericht feststellt. CryptoQuant warnte, dass der jüngste Rückgang auf ein mögliches Abwärtsziel in der Spanne von $70K–$60K hindeutet.

Institutionelle Anleger ziehen sich zurück – Nettoseller statt Käufer

Der Markt im Blickfeld – Tech-Aktien, Edelmetalle und der Alltag der Anleger

Der Abverkauf kommt vor dem Hintergrund breiterer Probleme an der Wall Street. US-Techwerte haben sich in dieser Woche stark verkauft, während Edelmetalle wieder volatil geworden sind; Silber fiel, Gold zog sich nach enormen Gewinnen zu Jahresbeginn zurück. Fünf-Tage-Bitcoin-Chart zeigt den jüngsten starken Abverkauf, der Bitcoin im Jahresvergleich weiter in die Knie zwingt.

Der Markt im Blickfeld – Tech-Aktien, Edelmetalle und der Alltag der Anleger

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